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Die Themen der Sendung: "Ist das Radio tot" fragen wir Amanda Dawn Christie, die ein Requiem for Radio aufführen will. Dann sprechen wir über 70 Jahre Radio Nederlands Wereldomroep. Vor 14 Tagen feierte der Auslandsdienst aus Hilversum sein Comeback zum runden Jubiläum für einen Tag auf den internationalen Wellen. Und: man hört ihn quer durch die Republik auf zig Radiostationen. Und auch im Baumarkt spricht er zu uns. Ralf Hohn aus Berlin erzählt seine Radiogeschichte. Ebenso ein Thema: KYIO, ein kommerzielles Kurzwellenprojekt in den 1980er Jahren, das US-Popmusik nach Japan sendete sowie unser Radiofunkstück des Monats: "Gymnastik im Radio"

Der Langwellensendemast in Zehlendorf wurde gestern gesprengt - Radio Tirana verlässt Mittel- und Kurzwelle - Auch in Litauen hat es sich ausgekurzwellt. Außerdem ein Blick auf das Radio der Kasseler Documenta 14, welches am 8. April startet und ein akustisches Radiofunkstück der besonderen Art.

Wir sind dann mal weg: Norwegens Regierung hat genug vom UKW Radio und schaltet die Sender der landesweiten Programme bis zum Jahresende ab. DAB heißt der digitale Nachfolgestandard, der jetzt die Hörer mit Rundfunk versorgen soll. Ein kontrovers Diskutiertes Thema im Spannungsfeld zwischen poltischem Willen, dem öffentlich-rechtlichem Rundfunk und den lokalen Privatradios heute bei uns. Wir sind dann auch mal weg: Australien beendet zum Monatende seine Inlandsversorgung auf Kurzwelle. Damit droht Menschen, die im Outback des Northern Territory leben der komplette Verlust des Radioempfangs. „Gar nicht so schlimm“ sagt die Australien Broadcast Corporation – „Ein Skandal“ sagen die Betroffenen. Wir liefern die Argumente beider Lager. Politische Indoktrinierung und Bevölkerungsinformation über Lautsprecheranlagen – das kennt man heutzutage nur noch aus Nordkorea. Aber auch in Leipzig hat es ein solches System gegeben. Etabliert durch die Sovjets nach 1945 war der Stadtfunk Leipzig ein wichtiges Instrumentarium zur Meinungsbildung und spielte gerade in der Zeit der Wende eine besondere Rolle. Ein Portrait. Rundfunk aus Indonesien in Deutsch. Wir sprechen mit Setiorini Tangkere vom Auslandsdienst aus Jarkata über die täglichen Sendungen in deutscher Sprache.

Minisender sind kleine UKW Sender, die auf wenigen Metern Musik von einem Smartphone auf ein Radio übertragen können. 2016 hat die Bundesnetzagentur fast eine dreiviertelmillion solcher Geräte aus dem Verkehr gezogen, weil sie die europäischen und deutschen Normen verletzten. Wir sprechen mit der Bundesnetzagentur über das, was erlaubt und was verboten ist, woran man legale Geräte erkennt und welche Probleme einen bei der Nutzung illegaler Geräte erwarten können. Tatüü Tataa, die Ambulanz ist da. Im Idealfall. Aber wie oft kommt es vor, dass die Retter in der Not durch andere Autos aufgehalten werden, sei es weil das mit der Rettungsgasse wieder nicht klappt oder man das Radio wieder so laut hat, dass man das Martinshorn nicht hört. Die Schweden haben ein System namens "EVAM" entwickelt, welches das Herannahen der Rettungsdienste über das Radio ankündigt. Wie das funktioniert erklärt EVAM-Geschäftsführer Alex Hedberg. Vor 30 Jahren, am 01.03.1987 startete mit Radio 100 der Privatfunk in Berlin. Anfangs musste das linksalternative Programm mit dem konservativen Radio 100,6 die Frequenz teilen - ideologische Welten trafen aufeinander. 1991 ging der Sender Konkurs, jetzt, nach 30 Jahren kommt das Programm für einen Tag zurück in den Berliner Äther. Wir sprechen mit Michael Neuner über den Sender. Er hat damals sowohl beim Original Radio 100 gearbeitet als auch das Revival mit aus der Taufe gehoben. Und wir greifen das Thema "Australien" nochmals auf - einen Monat nach der Abschaltung der Kurzwellen in "down under" kochen nach wie vor die Gemüter hoch. Daniel Kähler hat den Blick auf die Szene.

In der Dezemberausgabe geht es Rund um Radiogeschichten von Hörern und Machern. Volker Willschrey, Helmut-Hagen Plakolmer, Dieter Hofherr, Rico Herold und Bodo Henkel erzählen ihre Erlebnisse vor und hinter den Kulissen.